Aktuelle Balance

Balance2-2020-Dis-Tanz
Editorial:

Liebe Leserin, liebe Leser,  

soeben beginnen die Tage kürzer zu werden, die Blätter sich prachtvoll bunt zu färben, bevor sie von den Bäumen fallen; der Übergang zum Herbst ist unübersehbar. Jedes Jahr aufs Neue erleben wir diese Veränderungen in der Natur, in unserem Leben. „Nichts bleibt wie es ist…“ sagt Rose Ausländer in einem Gedicht „…es wandelt sich und mich“. Wie gehen wir mit diesen Übergängen um, wie erleben wir sie, sind sie notwendiges Übel oder auch Chance?

Im etymologischen Wörterbuch finden wir zu „über“: dient der Angabe einer räumlichen Lage oberhalb, zu „Gang“: Art und Weise des Gehens. Es geht also um das Überschreiten eines Raums, um an eine andere Stelle zu kommen, um eine Verbindung. Beim Tanzen geschieht dies ständig, jeder Schritt bringt uns woanders hin. Manchmal fällt uns das gar nicht auf, es geschieht selbstverständlich, fließend, wie übergangslos, andere Schritte sind schwierig, brauchen Übung, Innehalten. Es gibt Zwischenschritte, Drehungen, Wendungen, manchmal abrupt, überraschend. Wir können leicht die Analogie zum ‚wirklichen Leben‘ erkennen, in dem es die kontinuierlichen Übergänge von Kindheit, Jugend, Erwachsensein genau so gibt wie das plötzlich eintretende Geschehen, Schicksalsschläge, Krankheiten, Verluste, Naturkatastrophen, Kriege.

Normalerweise verstehen wir Übergang als Weg von einem Ort oder einer Situation, die wir verlassen in eine neue, die wir betreten, als einen Abschied und Neuanfang. Übergänge ermöglichen jedoch auch, hin- und her zu wechseln wie zwischen zwei Welten und dank des Übergangs vielleicht sogar in beiden zuhause zu sein. Manchmal sind wir nur übergangsweise in einer Situation oder brauchen eine Übergangszeit. Allerdings löst das ‚Übergehen‘ von etwas oder das ‚Übergangenwerden‘ unangenehme verletzende Gefühle aus, weil etwas oder jemand nicht wahrgenommen, beachtet oder gewürdigt wurde.

Lassen Sie sich von den unterschiedlichen Ideen und Aspekten, die unsere Autorinnen gefunden haben, überraschen. Birgit Krauß beschreibt Übergänge im Leben und im Tanz, Edith Lutz Pessachtänze. An ihren Gedanken zu den großen Lebensübergängen Geburt, Hochzeit, Tod und den Naturzyklen lässt uns Nicole Basler teilhaben. Eigene Übergangserfahrungen sind Ausgangspunkt für facettenreiche Betrachtungen in den Beiträgen von Margrit Irgang und Dorothea Baier-Jars. Es folgen die Beschreibung des Tanzes „Rainbow“ von Saskia Kloke und ihre Überlegungen zum Symbol Regenbogen.

Wie immer gibt es Neues vom Ausbildungsinstitut und Fachverband, Gedichte und künstlerische Begleitung, diesmal von Anke Zimmermann und Alfred Bast.

Wir wünschen Ihnen Anregung und Freude bei der Lektüre und einen guten Übergang in die Herbst- und Winterzeit.

Carin Schreiber-Muller

Vorherige Veröffentlichungen

Übergänge
2-2023

Tanz meine  Sprache
1-2023

Aufbruch ins Ungewisse
2-2022

Licht der Zuversicht
1-2022

Pfad des Herzens
2-2021

Das Leben feiern
1-2021

Balance2-2020-Dis-Tanz

Dis-Tanz
2-2020

Balance2-2020-Dis-Tanz

Wo ich ende und du beginnst
 1-2020

Balance2-2020-Dis-Tanz

Tanz…Tanz…Tanz…
2-2019

Balance2-2020-Dis-Tanz

Gedanken zur Einstimmung
1-2019

Balance2-2020-Dis-Tanz

Leb die Leben, leb sie alle…
1-2018

Balance2-2020-Dis-Tanz

Resonanz
2-2018

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