«Tanzend  auferstehen»  

«Tanzend  auferstehen»  

Am Palmsonntagswochenende traf sich im Religionspädagogischen Zentrum in Heilsbronn ein wunderbarer Kreis von mit wenigen Ausnahmen am Institut ausgebildeten Tänzerinnen zum Workshop «Tanzend  auferstehen» . Friedel und Saskia nahmen uns in den Einheiten und durch ihre Tänze mit auf die Reise entlang der Historie vom Einzug Jesu in Jerusalem mit Halleluja und Lobgesang durch das finstere Tal des schmerz- und leidvollen Karwoche-Geschehens bis hin zur Auferstehung an Ostern.

Immer wieder neu erlebten wir diese Bewegung, diesen Weg durch die Tiefe dem Osterjubel entgegen. Ebenfalls präsent war das Thema Garten im Sinne von Blaise Pascal: «In einem Garten ging die Welt verloren – in einem Garten wurde sie erlöst.» Ganz wichtig war und ist Friedel stets unser eigener Bezug zu den Themen. Ich selbst erfuhr dabei, wie die vergangenen zwei Pandemiejahre und auch der Krieg meine Haltung, mein Verhältnis zu Krisen verändert haben und welchen Einfluss die Bilder haben, mit welchen wir unsere Seele nähren.

Deshalb war in diesen Tagen der Fokus besonders auf das Frühlingshafte, Erhebende und Auferstehungsleichte gerichtet. Gestärkt an Leib und Seele und mit Zuversicht trugen wir am Sonntagmittag das in der Gemeinschaft kraftvoll Erlebte hinaus in die Welt – im Herzen die Worte von Silja Walter: «Tanzen heißt auferstehen».

Marianne Baumann

Auszug aus einem Artikel der Festzeitschrift „Dir zur Feier“ – ital./dt.

Auszug aus einem Artikel der Festzeitschrift „Dir zur Feier“ – ital./dt.

Estratto da un articolo della rivista festiva „Dir zur Feier“ sull’80° compleanno di Friedel, da Valentina Plano, Genova – italiano / tedesco

Ho conosciuto Friedel Kloke a Findhorn nel 2008 in occasione del Festival Internazionale di danza e a quel tempo non sapevo ancora che avrei continuato a danzare con lei senza spostarmi dall’Italia perché pochi anni fa con la collaborazione di Cornelia Betz è stato creato un corso di formazione proprio in Italia e in particolare a Genova dove vivo.

Coincidenza? Sincronicità direi. Quando il nostro percorso evolutivo richiede una particolare svolta, l’Universo cospira per realizzarlo!

Sono stati anni intensi e molto belli. Dal 2013 al 2017 Friedel è venuta a Genova per 4 volte e ci ha insegnato i sui grandi cicli: „Pace“, „Engelwirken – L’Agire degli Angeli“ e „Traumlied – Il sogno di Olaf“. 

Danzando le sue speciali coreografie si partecipa di una gestualità simbolica che diventa una via di accesso alla nostra parte più intima. La musica molto coinvolgente sostiene l’emozione che si crea muovendosi  lungo  schemi  che sembrano evocare una geometria sacra di potente guarigione.

Nella formazione con Cornelia Betz ho imparato a conoscere ad affinare il mio modo di eseguire una danza cercando la purezza del gesto che nelle danze di Friedel è molto vicino alla danza classica. Sono sempre stata attratta dalla danza classica fin da bambina ma vivendo in provincia negli anni ’60 ho potuto frequentare solo la prima classe e l’anelito di questa passione era rimasto frustrato in me.

Moltissime coreografie di Friedel sono ricche di gestualità che può essere eseguita sulla musica anche indipendentemente dai passi di danza e tali gesti ricchi di significato simbolico, permettono di esprimere con il corpo la nostra preghiera, evidenziando bellezza ed armonia che nutrendo il corpo, arrivano alla nostra anima.

Nel maggio 2018 abbiamo fatto insieme a Friedel, un viaggio in Sicilia. Alloggiavamo in un convento nel mezzo del centro storico di Palermo e iniziavamo le giornate in cerchio nel chiostro. Durante l’attunement il cielo azzurro che si apriva sopra di noi contribuiva ad aprire anche i nostri cuori.

Sempre a Palermo nel parco davanti alla Cattedrale, abbiamo incontrato un gruppo di musicisti di strada. Ascoltando una tarantella Friedel si è avvicinata con passi di danza e all’improvviso tutto il gruppo danzava! 

Più tardi Cornelia ha invitato gli stessi musicisti ad allietare la nostra serata nel chiostro Normanno – la musica popolare siciliana era molto coinvolgente e ci ha fatto danzare.

Prima dell’interruzione del Covid-19 il nostro gruppo si riuniva settimanalmente nella sala Lutero di Genova condividendo con chiunque volesse partecipare, i meravigliosi mandala che emergono dalle sue coreografie.

Nell’ultimo periodo, per rispettare il distanziamento, ho ideato un progetto „la meditazione del gesto“ che prevede di utilizzare sulla musica stando fermi sul posto, la ricca gestualità della danze di Friedel come meditazione, anche separatamente dai passi di danza. 

Io penso che il benessere psico-fisico ottenuto con la danza, mantenga alto l’umore consentendo di vivere meglio il quotidiano, in attesa di un nuovo incontro nel cerchio e la gioia di danzare.

Voglio concludere con una frase di Albert Einstein:

Esseri umani, piante o polvere cosmica: 

tutti danziamo su una melodia misteriosa intonata nello spazio da un musicista invisibile.

Valentina Plano, Genova

Traduzione tedesca / deutsche Übersetzung als PDF

Impressionen – Jubiläum 25 Jahre FV

Impressionen – Jubiläum 25 Jahre FV

Gabriele Khoury, Kerpen, D

Du musst das Leben nicht verstehen,

dann wird es werden wie ein Fest… (R.M. Rilke)

Gibt es eine passendere Metapher für unser großes Jubiläumsfest mit der gleichzeitigen Geburtstagsfeier, die der Fachverband aus Anlass des 80. Geburtstags von Friedel Kloke-Eibl gestaltet hat?

 Auch wenn zu Beginn meines Tanzweges das Verstehen-wollen und das Lernen-müssen starke Antriebskräfte waren – bei diesem unserem Fest war alles nur noch Geschenk und das Verstehen war kein Müssen mehr. Doch wie ein wandelbarer Begleiter war es da, in uns und um uns. Die Mitfeiernden werden ebenso dankbar empfunden haben, was wir in all den Jahren empfangen durften. Unser Fest hat diese Gaben sichtbar, hörbar, spürbar gemacht, gleichsam präsentiert und wir konnten sehen, dass viele von uns gelernt haben, jene Geschenke zu teilen und in die Welt zu tragen. Am Ende gibt es doch noch einen Satz, den ich dem Rilke-Gedicht beifügen kann:

„Nicht im Begreifen liegt die Frucht, sondern im Ergriffensein“ (Bernhard von Clairvaux).

Möge diese Frucht uns auch weiterhin nähren.

Impressionen – Jubiläum 25 Jahre FV

Impressionen – Jubiläum 25 Jahre FV

Cornelia Weber, Richterswil, Schweiz

Auf wunderbare Art sind die Gedanken aus den verborgenen Worten die schon in der Ausschreibung zitiert wurden, für mich Wirklichkeit geworden: … Freude ist ein Merkmal der Seele und Glück mobilisiert die Kräfte des Menschen. Die geistige Ausstrahlung wirkt sich im materiellen Bereich aus und führt so zu großartigen Ergebnissen …

Inhaltlich wie formal war der Anlass gestaltet und durchdrungen vom Guten, Wahren und Schönen. Solches kann nicht gemacht werden. Dass es sich ereignet hat, zeugt von der Gestaltungskraft der vorbereitenden Frauen Gruppe (Heidi, Daniela, Ulla, Barbara und Marianne)

Es war für mich als Teilnehmende nicht einfach aus dem reichhaltigen Angebot auszuwählen.

Eine besondere Freude war mir auch das Volkstanzen. Viele Erinnerungen kamen hoch von der allerersten Zeit mit Friedel im Demian Institut in den Niederlanden.

Alfreds Vortrag `Die Kraft der Mitte` entpuppte sich zu einer Sternstunde! Wenn Künstler eine Künstlerin erkennt und sie würdigt für ihr Werk/gehaltvoll das Gleiche und Andersartige im tänzerischen wie im graphischen künstlerischen Ausdruck nachzeichnet …  Alle die dabei waren, wissen worüber ich spreche. Ja Friedel, ich bin einig mit Dir: allein für diesen Vortrag hat es sich gelohnt 80 zu werden.

Wir, 80-90 Teilnehmende, waren eine recht gemischte Gruppe. Da waren Jüngere-Ältere aus mind. 4 verschiedene Nationen. Und immer wieder wurde es möglich, uns als Einheit im Tanzen zu erfahren.  

Interessant fand ich auch das Vorstellen der Neugestaltung der Webseite durch das Projektteam Jeaneth NL, Claudia D, Ulrike D, Mariëlle NL, Annemarie NL, die sich den enormen Herausforderungen gestellt haben. Stimmt, es geht nur miteinander, so eine Aufgabe zu stemmen. Goed dat er nu ook een Nederlandse en Engelse editie is!

Es bleibt mir, dankbar zu gratulieren für diese bereichernde, inspirierende und ausgezeichnet organisierte Veranstaltung! 

Tanzen in der Corona-Zeit in Spanien

Tanzen in der Corona-Zeit in Spanien

Von Andrea Mädje

Im Laufe der 19 Jahre, die ich in Spanien lebe, habe ich mit verschiedenen Gruppen getanzt. Einige Gruppen haben über viele Jahre bestanden, einige bestehen noch. In der Gruppe, die seit nunmehr 18 Jahren besteht, natürlich in immer anderer Zusammensetzung, haben wir seit Juni letzten Jahres, also nach dem totalen Lockdown hier in Spanien, wieder angefangen zu tanzen. Da wir nicht drinnen tanzen konnten, wie vorher, hat uns eine Teilnehmerin ihren wunderschönen Garten, in dem sie einen grossen Platz für uns frei gemacht hat, angeboten. So haben wir dort fast ohne Ausnahme jeden Dienstag getanzt und auch hinterher noch oft zusammen gesessen und uns ausgetauscht. Es kamen sogar noch einige neue Frauen dazu, sodass wir fast immer zwischen 8 und 12 Personen waren. Anfangs haben wir mit Tüchern zwischen uns getanzt, dann nach und nach haben wir im gegenseitigen Einverständnis angefangen, uns wieder Hand in Hand im Kreis zu verbinden. Natürlich mit vorherigem Händedesinfizieren und was ich immer ganz klar gesagt habe, jede übernimmt die eigene Verantwortung für diese Treffen.

Ich glaube ich kann sagen, dass diese Tanztreffen für uns alle sehr nährend waren/sind.

Es gibt soviel Wohlwollen unter uns und so ist es immer eine Freude, uns zu treffen. In dieser Zeit habe ich noch einmal tiefer erfahren, wie wichtig diese Zusammenkünfte sind und wieviel Vertrauen und Stärke ein unterstützendes Netzwerk schenkt.

In einem anderen Garten von einer Freundin habe ich einen weiteren Tanzplatz angelegt, wo wir uns jeweils zum Vollmond tanzend treffen. Auch hier kommen immer mehr Frauen dazu. All dies findet in einem privaten Rahmen statt.

Öffentlich habe ich seit September letzten Jahres 3 Tanzworkshops in einem weiteren Garten gegeben (die Höchstteilnehmerzahl war 25 Personen), der auf einer privaten Stiftung basiert mit öffentlicher Ankündigungen.

Auf Anfrage einiger Teilnehmer habe ich mich motivieren lassen, jetzt auch den ersten Basiskurs anzubieten. Das 1. Modul fand im Mai mit 8 Teilnehmern (der Höchstzahl für das Seminarhaus) statt.

Ich bin sehr dankbar für die Offenheit, das Wohlwollen und Mitgestalten aller und empfinde es als wirkliches Geschenk das mich bestärkt und mir Mut macht weiterzugehen.

Meditation des Tanzes in Coburg

Meditation des Tanzes in Coburg

Von Johanna Schilling

Nach meiner Ausbildung 2002 habe ich begonnen, in verschiedenen Gemeindezentren zu tanzen. Nachdem unser Tanzkreis stetig größer wurde und die Säle in den Pfarrzentren zu klein, haben wir beschlossen, die ehemaligen Stallungen auf unserem Hof auszubauen.

Mittlerweile haben wir auch einige Gästezimmer und eine Ferienwohnung für unsere auswärtigen Gäste.

Seit 2010 kann ich nun dort wöchentliche Tanzkurse, Tanztage und – wochenenden unterrichten. Es wird getanzt, gefeiert und musiziert.

Ich lade auch gerne Gäste ein. Wenn ich in der Tanzgruppe die Frage stelle „Wen soll ich einladen?“ kommt immer mehrstimmig ganz spontan als erste Antwort: „Friedel!“ – und wir freuen uns, dass Friedel unsere Einladungen immer gerne annimmt!

Gerne stelle ich die Räumlichkeiten auch für andere Gruppen zur Verfügung.